Vorstellung
Gábor Hollerung, Dirigent. Er leitet das Dohnányi Orchester Budafok und die Budapester Akademische Chorgemeinschaft. Er initiierte den 1. Budapester Internationalen Chorwettbewerb, und ist auch heutzutage künstlerischer Direktor von internationalen Chorwettbewerben von Interkultur.
Gábor Hollerung ist 1954 in Budapest geboren. Er studierte an der Franz Liszt Musikakademie (Budapest) Chorleitung und Dirigat, dann bildete sich in Meisterkursen von László Somogyi, Eric Ericson, und Kurt Masur weiter.
Zwischen 1979 und 1981 war er Zweiter Dirigent beim Symphonischen Orchester Miskolc. Danach lehrte er Chorleitung und Musiktheorie an der Universität Pécs und leitete den Frauenchor.Seit 1989 ist Hollerung der Dirigent vom Dohnányi Orchestra Budafok. In 4 Jahren entwickelte er das Amateurensemble für professionell. Seit 1980 leitet er die Budapester Akademische Chorgemeinschaft, mit der er außerordentliche Erfolge erreichte.
Hollerung gab Konzerte mit seinen Ensembles überall auf der Welt: in England, Spanien, Frankreich, in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Holland, Taiwan, Australien, Mexiko. Mit seinem Chor bekam er 1996 Einladung – unter den 30 besten Chören der Welt – für das IFCM Symposium nach Sydney.
1988 initiierte er einen Chorwettbewerb nach neuer künstlicher Konzeption, der sich seitdem zu einer internationalen Veranstaltungsreihe auswuchs. Nach diesem Muster finden Chorwettbewerbe und Festivals von Interkultur in Ungarn, Italien, Deutschland, China, Malta, Österreich, und in den Vereinigten Staaten statt. Der Beginn einer Erfolgsserie bedeutete 2000 die 1. Chorolimpiade in Linz, und dann alle zwei Jahre World Choir Games in Busan, Bremen, Xiamen, Graz, Shaoxing und im nächsten Jahr (2012) in Cincinnati.
Hollerung ist Mitglied der künstlichen Komitee von Interkultur und von Festivalserien MUSICA MUNDI, Vorsitzender von MAKOFESZ (Verband der Ungarischen Chorwettbewerbe und Festivals), und seit 2004 künstlicher Direktor vom Zemplén Festival.
Als Gastdirigent gibt er Konzerte regelmäßig in Israel, Taiwan und in den Vereinigten Staaten. Er stand schon unter anderen auf der Bühne von Concertgebouw Amsterdam, Royal College of Music London, Frankfurter Alter Oper, Taipei National Concert Hall, Teatro Principale de Rio de Janeiro, Henry Crown Hall Jerusalem. 2004 dirigierte er in Tel-Aviv das Orchester von Zubin Mehta (Israel Philharmonic Orchestra), 2005 in Mailand das Orchester von I Pomeriggi Musicali Camerata. 2006 gab er Konzerte mit Ensembles wie Orchestra di Extremadura, Sofia Philharmonic Orchestra, Israel Camerata, Orchestra Sinfonica di Roma. Einem Jahr später dirigierte er das Staatsorchester Kassel und Quebec Symphony Orchestra.
Die musikalische Erziehung der aufwachsenden Generationen spielt vom Anfang an eine bedeutende Rolle in seiner Karriere: Konzertreihen für Familien wie „Die verstehbare Musik“ und die Initiative „Ungarn singt“ rufen viele – zukünftige – Musikfreunde in die Konzertsälen.
